Immobilien - Heizkosten senken - Lohnende Investitionen
Wer die Befugnis und die Möglichkeit hat, finanzielle Investitionen in bauliche Veränderungen eines Gebäudes zu tätigen, der kann die Kosten für das Beheizen des Gebäudes zum Teil drastisch senken und somit über die Heizkostenersparnis nicht nur die Investitionen amortisieren, sondern sich langfristig finanzielle Vorteile schaffen.
So können zum Beispiel folgenden Investitionen in ein Wohngebäude sehr lohnend sein:
Nachträgliche Dämmung der Außenwände
Bei vielen Altbauten sind die Außenwände des Gebäudes oftmals nicht oder nur unzureichend gedämmt, so dass sehr viel Wärme ungenutzt über die Außenwände entweichen kann.
In den meisten Fällen ist es durchaus möglich, die Außenwände solcher Bauten nachträglich zu dämmen.
So kann man zum Beispiel bei zweischaligen Häusern, also Häusern deren Außenwände aus zwei durch eine Luftschicht getrennte Mauern bestehen, diese Luftschicht mit Dämmstoffen füllen lassen, die einfach von außen in die Luftschicht hineingespritzt werden.
Bei einschaligem Außenmauerwerk, also Außenwänden, die lediglich aus einer Mauer bestehen, kann man die Außenwände mit Dämmstoffen verkleiden, die außen an die Mauern angebracht und mit einer dünnen Schicht Mörtel verputzt werden.
Welche Form einer nachträglichen Dämmung der Außenwände sich im Einzelfall am Besten eignet, sollte ein Bauunternehmer entscheiden, der diesbezüglich sicherlich Rat geben kann.
Die jährliche Ersparnis an Heizkosten kann mittels einer nachträglichen Dämmung schon für ein Einfamilienhaus durchschnittlicher Größe mehr als 500 Euro betragen.
Nachträgliche Dämmung des Daches
Neben den Außenwänden sollte auch das Dach eines Gebäudes gedämmt sein. Dächer werden in der Regel gedämmt, indem Dämmstoffe zwischen die Dachsparren verbracht werden.
Dieses ist auch nachträglich durchaus möglich und kann bei einem Einfamilienhaus durchschnittlicher Größe eine Heizkostenersparnis von mehr als 250 Euro pro Jahr bringen.
Der Aufwand einer nachträglichen Dämmung des Daches ist abhängig davon, ob das Dachgeschoß bereits ausgebaut ist oder nicht. Falls noch kein Ausbau stattgefunden hat, kann man die Dämmstoffe relativ einfach von innen anbringen, während bei bereits ausgebauten Dachgeschossen die Dämmstoffe oftmals von außen nach Abnehmen der Dachziegel eingebracht werden müssen.
Heizkörpernischen & Fenster
Bei Altbauten, die noch über sogenannte Heizkörpernischen verfügen, sollte man diese Nischen innenseitig mit Dämmplatten verkleiden. Dies kann für ein Einfamilienhaus durchschnittlicher Größe fast 100 Euro pro Jahr an Heizkosten sparen.
Wenn ein Gebäude noch mit sehr alten Fenstern ausgestattet ist, sollte man diese Fenster erneuern, da über die alten Fenster zumeist sehr viel Energie verloren geht.
Eine solche Investition bringt nicht nur eine erhebliche Einsparung an Heizkosten, sondern sorgt zumeist auch für eine deutliche optische Aufwertung des Gebäudes.
Investitionen in die Heizungsanlage
Heizungsanlagen sollten je nach Zustand alle 15 bis 20 Jahre erneuert werden, da alte Heizungsanlagen nicht effektiv arbeiten und somit sehr viel Energie benötigen, um die erforderliche Wärme zu produzieren.
Da eine neue Heizungsanlage schon bei einem Einfamilienhaus durchschnittlicher Größe zumeist eine Heizkostenersparnis von mehr als 500 Euro pro Jahr bringt, amortisiert sich die erforderliche Investition relativ schnell.
Zudem sollte man Heizungsanlagen regelmäßig (am Besten jährlich) warten lassen, so dass die Anlage stets mit größtmöglichster Effizienz arbeitet.
Investitionen in regenerative Energien
Wenn man größere Modernisierungen plant, kann es auch sehr sinnvoll sein, über den Einsatz regenerativer Energien, wie zum Beispiel auf dem Dach installierte Sonnenkollektoren, nachzudenken. Regenerative Energien, wie Kollektorsysteme können in der Regel ein großen Teil des Energiebedarfes eines Hauses decken und werden zudem noch staatlich gefördert.
Um diesbezüglich Entscheidungshilfe zu erhalten, sollte man eine Energieberatung, zum Beispiel bei einer Verbraucherzentrale, in Anspruch nehmen.
